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Morgens in der Früh

Gedanken nach einer schlaflosen Nacht, in der ich mal wieder keine Ruhe fand. 

 

Morgens in der Früh

 

 

Nachts, wenn alles dunkel ist und Ruhe einzieht, und du der einzige Mensch zu sein scheinst, der nicht schlafen kann und Stunde um Stunde darum betest, es doch zu können, denn deine Erschöpfung ist grenzenlos, dann ergreift dich Verzweiflung und wirre Gedanken ergreifen Besitz von Dir, gegen die du mit aller Macht vorgehst, und vielleicht ist es gerade dieser Kampf, der dich nicht schlafen lässt. Wer weiß schon, was Ursache und was Wirkung ist.  Gedanke folgt auf Gedanke und wo der eine aufhört, fängt der andere an und verzweigt sich in etliche andere, und all das erzeugt einen Gedankenwirbel, dessen Kraft unglaublich schön wäre, wenn er nicht so negativ wäre.  Die Uhr läuft unermüdlich weiter, Minute um Minute, Stunde um Stunde und du bist allein mit Dir und möchtest aus deinem Panzer raus, in einen anderen Körper ohne Narben und weil du es nicht kannst, bist du verzweifelt. Du steckst fest und bist auf immer gebunden. Du bewegst dich im Dauerstreit mit deinen Gefühlen und deinem Verstand und keiner von beiden wird ihn gewinnen, denn sie sind untrennbar miteinander verbunden. Nur scheinen sie zu pendeln wie auf einer Waage, die ihr Gleichgewicht noch nicht gefunden hat. Und so schwankst du zwischen den Extremen und alles, was dir bleibt ist die Hoffnung, dass sich irgendwann eine Balance findet und dein Ziel ist einfach, so lange durchzuhalten, bis dies geschieht. Doch es ist ein Irrglaube, eine Fantasie, ein frommer Wunsch, das Pendeln wird nie aufhören. Es wird dich weiter erschöpfen und du wirst nie wirklich zur Ruhe finden. Und die Frage, die sich damit stellt ist die, ob du damit leben kannst.

 

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